2. Forderung

Unbegrenzte Ausweitung des Kinderkrankengelds für Eltern, die von Kita- und Schulschließungen betroffen sind!

Schulen und Kitas wurden am Montag den 16.3 geschlossen. Eine Notbetreuung wird nur für bestimmte Berufsgruppen eingerichtet. Viele Beschäftigte können die Notbetreuung nicht in Anspruch nehmen, obwohl sie weiterhin zur Arbeit gehen müssen. Dies trifft vor allem prekär beschäftigte Lohnabhängige hart. Sie können sich nicht erlauben zu Hause zu bleiben, weil sie besonders dringend auf ihr Einkommen angewiesen sind und zudem höhere Gefahr laufen, entlassen zu werden. Auch Frauen sind davon besonders betroffen. Wenn Kitas und Schulen schließen, werden Sorge, Erziehung und Betreuung in die private Verantwortung abgeschoben. Weil diese Tätigkeiten in der Regel immer noch als Frauenarbeit gelten, müssen Frauen nun einen Großteil der Mehrbelastung stemmen und zwar unbezahlt.

Der existenziellen Bedrohung würde ein Riegel vorgeschoben werden, wenn allen Eltern aufgrund der Kita- und Schulschließungen Kinderkrankengeld durch ihre Arbeitgeber ausgezahlt würde. Die Schließung würde so nicht auf dem Rücken der beschäftigten Eltern ausgetragen.